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Das längste Inline-Skating-Rennen der Welt ist Geschichte. Der 111
Kilometer lange Wettbewerb durch die Kantone St. Gallen und Thurgau
fand dieses Jahr nach 12 Austragungen zum letzten Mal statt.
St. Gallen, 9.
November 2009
Beendigung
des Inline one-eleven
Herzlichen
Dank für die Unterstützung in den vergangenen 12 Jahren
Der
Inline One-Eleven wird nicht mehr weiter geführt. An der Vorstandssitzung vom
20. Oktober 2009 haben wir nach langem abwägen entschieden, den Inline One-Eleven
nach zwölf Jahren zu beenden. Der Entscheid fiel uns nicht leicht, denn rund 20
OK-Mitglieder und fast 1'000 Helferinnen und Helfer haben in den vergangenen
Jahren sehr viel Herzblut und Zeit in den Anlass investiert.
Inline
One-Eleven hatte 1998 einen schwierigen Start, weil es anfangs kaum fassbar war,
ein Inline-Rennen über eine so lange Distanz zu organisieren und als Skater
auch noch durch zu stehen. Doch schon nach der ersten Austragung zeichnete sich
ab, dass das Rennen weltweit einzigartig ist und eine Art Kultstatus erlangen
wird. Jahr für Jahr stiegen die Teilnehmerzahlen und erreichten im Jahr 2004
ihren Höhepunkt mit 1600 Teilnehmern aus 17 Nationen. Der Anlass fand nationale
und internationale Beachtung und jeder Sieger des Inline one-eleven kann
bestätigen, dass es etwas ganz besonderes war, in St. Gallen auf dem Podest zu stehen.
Kein anderes Rennen auf der Welt ist so selektiv und attraktiv zugleich.
Für
ein Rennen über mehr als 100 Kilometer und mit den hohen technischen
Anforderungen steht jedoch nur ein beschränktes Potential an Teilnehmern zur
Verfügung. Die extreme Länge und die rasanten Abfahrten schreckten viele
Hobbyskater von der Teilnahme ab. Die Sportart und das Material entwickelte
sich rasant, so dass immer schnellere Zeiten gefahren wurden. Das sportliche
Niveau an der internationalen Spitze stieg, doch die breite Masse der
erlebnisorientierten Skaterinnen und Skater wurde immer kleiner. Uns wurde
klar, dass der Zenit überschritten war und auch das differenzierte Angebot von verschiedenen Distanzen und die
Kooperationen mit dem German Blade Challenge sowie dem Swiss Inline Cup
vermochten die schwindenden Teilnehmerzahlen nicht aufzuhalten.
Seit
2007 zeichnete sich in der Organisation ein wirtschaftliches Problem ab.
Einerseits stiegen die Kosten aufgrund der immer höheren Sicherheitsanforderungen
und andererseits reduzierten sich die Einnahmen aus Startgeldern, Beiträgen und
dem Sponsoring. Die Schere von Aufwand und Ertrag öffnete sich immer weiter,
wodurch das Rennen in den letzten Jahren nicht mehr kostendeckend durchgeführt
werden konnte.
Viele
Personen haben Jahr für Jahr viel Freizeit und Ferientage in den Anlass
investiert und es ist verständlich, wenn die Motivation langsam abnimmt, vor
allem auch wenn alle wichtigen Faktoren nach unten zeigen und die finanziellen
Verluste der Veranstaltung aus der Vereinskasse gedeckt werden müssen.
Wir haben uns entschieden nach der 12. Austragung
den Inline One-Eleven zu beenden. Sportlich und organisatorisch war der letzte
Event wohl der beste aller Zeiten. Wir verabschieden uns schweren Herzens,
jedoch mit der Genugtuung, bereits eine Legende des Inline-Sports zu sein.
Die positiven Gefühle beim Gedanken an die
vergangenen 12 Jahre überwiegen und wir möchten es nicht unterlassen allen für
ihren Einsatz, die vielen Schweisstropfen neben aber auch auf der Strecke ganz
herzlich zu danken. Insbesondere all die guten Worte, welche uns über unser
Gästebuch immer wieder erreichten, machen uns diesen Schritt nicht einfacher
...
Keept on rolling - der Inline Sport ist nicht tot, er lebt
in und durch euch alle weiter und der Inline One-Elven wird durch eure
Geschichten als Legende weiterleben ...
Haltet alle eure Geschichten auf unserer Homepage im
Gästebuch und/oder im Facebook fest - seid stolz auf eure Leistung. Für alle
Finisher ist gar eine Wall of Fame im Facebook eingerichtet, so dass eure
Leistungen nie vergessen werden - tragt
euch als Members ein und schreibt über eure Teilnahme(n), Geschichten,
Erlebnisse, Kämpfe und Freuden ...
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Verein Inline one-eleven
Paul Gubser
Präsident
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